Hamburger Einzelmeisterschaft

Runde 7: Favoritensieg

Wunder gab es keine, Malte Colpe wurde mit dünnem Vorsprung Sieger vor Arne Bracker. (Gleichzeitig auch ein kleines Geburtstagsgeschenk für Christian Zickelbein zum 85.!) Danach folgte das Feld mit Bronze für Christoph Schröder, sowie den beiden Wilhelmsburgern, die es geschafft hatten, sich das ganze Turnier über aus dem Wege zu gehen.
Zwei Korrekturen: Wegen falsch eingegebenen Zügen bekommen Atri und Akca nur 1/4 Haue - der f-Bauer steht bereits auf f4, so daß Txc2 zu einem verlorenen Bauernendspiel führt. Und Arne Bracker legt Wert auf die Feststellung, daß er keineswegs so opferwütig ist, wie die Teilmenge seiner Partien, die Hauke (ggf. sogar aus eigener Erfahrung) kennt, nahelegt. Klassischer "Sampling Bias".


Diese Partie soll ein wenig ausgiebiger beenginet werden. Wir steigen ein beim Opfer 42.Sf5. (Die Absicht ist offensichtlich: Mit dem Bauern wiedernehmen, f6, aus die Maus. Nur leider...) 42...gxf5 43. exf5 Ld3 (Die offensichtliche Notbremse. Aber die Engine meint, daß 43...Tc8 gefolgt von 44...Lf1 auf alles - Idee: Dxg5 greift c1 gleich noch mal an, so daß Tg1 das Matt nicht deckt - zu einem vorteilhaften Turmendspiel für Schwarz führt.) 44. f6 Dh7 45. Dg1 Dxh1 46. Dxh1 Tc8 47. De1 (Das sollte gründlich verlieren. Weiß muss sofort den g-Bauern abwerfen, damit ggf. die undeckbare Mattdrohung Dh6 das Gegenmatt auf c1 gleich mitdeckt. 47.g6, oder f4, 0.0.) 47...Lg6 48. f4 e4 49. f5 Lxf5 50. g6 Lxg6 (Das wäre Ihr Preis gewesen. 50...fxg6 gewinnt klar...wenn man eine Engine ist und im Slalom dem folgenden Schachhagel der weißen Dame zu entkommen. Oder vielleicht der Megachaot HR, der es schafft, im kompletten Chaos zufällig instinktiv das Richtige zu finden :-) 51. De3 Kf8 52. Df4

52...Ke8 (Der letzte Gewinnversuch. Keine Partei kann sinnvoll von dem abweichen, was jetzt folgt.

Markieren zum Entspoilern:
53.Dxe4+! Lxe4 patt

Hauke Reddmann