Dann brechen wir mal. Als Auftakt zur 2. Künstlermeisterschaft
(Der was? Und seit wann ist HR Künstler? Gemach, Aufklärung folgt)
gab es am Vorabend im Restaurant "The Cube" der Hamburger Kunsthalle einen
kleinen Kulturabend. Veranstalter war die
Emanuel-Lasker-Gesellschaft (ESG). Auch falls Sie von der noch nichts
gehört haben (HR auch nur, weil er regelmäßig im KARL liest, eine der sich der
Schachkultur verschreibende Zeitschrift, die der HSK im Abo hat), der Name
Lasker dürfte jedem Schachspieler ein Begriff sein. Doch Lasker war auch
ein exzellenter Mathematiker, und sogar als Künstler hat er sich betätigt.
Darum schreibt die ESG alljährlich sowohl ein MINT-Turnier für Schachspieler
in wissenschaftlichen Berufen, als auch eben ein Künstler-Turnier (dazu
kommen dann noch Verleger und Journalisten - so ist euer Ö reingeraten).
Allerdings hat Corona wie so üblich die Sache durcheinandergebracht.
In diesem Jahr startete es wieder, und durch ein paar glückliche Zufälle
und Connections (Christian Auffarth ist bei den Schachfreunden und im
Team der Kunsthalle) landete man in der Kunsthalle Hamburg, "dem Olymp
der Kunst", wie der Leiter der Veranstaltung Thomas Weischede stolz
verkündete. Anwesend waren die üblichen Verdächtigen, aber nicht nur die:
Chessbase, eine Riege des HSK, Künstler, Meisterbäcker Springer himself,
der Kabarettist Matthias Deutschmann (ein exzellenter Schachspieler!),
die gerade in die Bundesliga aufgestiegene Damenmannschaft vom
Traditionsklub SG 1871 Löberitz (ein Gründungsmitglied des DSB!) mitsamt
ihrem neuen Coach (ich brauche nur "The Big Greek" zu sagen, und alle
wissen Bescheid), Helfer, Organisatoren, das kleine Restaurant-Team...
ja und auch eine Abteilung vom HSchV (Olaf Wolna für die Jugend
und der Ö für die Presse).
Der Abend begann mit jeder Menge Reden (der Leiter hielt einen kleinen
Vortrag über Schach als Sujet der Kunst - ihn hatte leider die Grippe
erwischt, was zu einigen Zitat-Fehlzuordnungen führte: der mit der
Drohung war Nimzowitsch und der mit den nie gesunden Gegnern Blackburne -
Tartakower als Namensgeber eines ESG-Preises war der mit den Fehlern -
die Wiki Olaf&Ö passte gnadenlos auf :-). Dann folgten noch mehr Reden bei
den Preisverleihungen. Christian Zickelbein hatte sich zur Entgegennahme
eines Preises aus dem Krankenhaus förmlich hergeschleppt, seine
preußischen Tugenden sind allseits bekannt. Auch die Löberitzer wurden
bedacht (nicht für den Aufstieg,
sondern für ein neues Projekt). Danach waren natürlich alle etwas
erschöpft und mussten erst einmal das Buffet kaltmachen.
Der nächste Programmpunkt war eine kleine Kabarettsitzung mit Deutschmann.
Wenn man die Qualität von Satiriker daran messen wollte, wieviele Shitstorms sie
auslösen, war das Ganze etwas zahm und euer Ö ist der deutlich bessere Satiriker :-)))
Danach folgte noch Networking und Ausklang und jeder kriegte noch einen
Kulturbeutel...also im wörtlichen Sinne.
Teil 2: Der Bericht über die Meisterschaft kommt, sobald die
Turniertabellen draussen sind.

Diese kleine Schachaufgabe (C.W.Wood, Matt in 2 Zügen) symbolisiert
den Eiffelturm und sollte von den Gästen gelöst werden.
(HR ist selbst Problemkomponist und brauchte daher nur Sekunden. :-)
Markieren zum Entspoilern: Die Schwierigkeit ist allenfalls, sich vom automatischen Dxe3 zu lösen. Dann ist es sofort klar: 1.De2! Zugzwang.
Noch ein paar Fotos.

HSchV-Abteilung

Preis für Jade Schmidt

Löberitz

Matthias Deutschmann

Springer - seit 20 Jahren Bio
Hauke Reddmann