Schachgipfel Tag 4

Magdeburger ImDepressionen

Da ist er wieder, euer Ö. Gar nicht so einfach, ohne Handy, Laptop und Internet die Sachen nach Hause zu befördern :-) Da ich auch Theo nicht über die Maßen belästigen möchte, verlinke ich nur, was man auch ebensogut eh selbst nachsieht.
Das erste, was ich in Magdeburg gemacht habe, war nachzusehen, ob die Elbe noch da ist. Sie ist, wenn man auch ohne zu schwimmen durchspazieren könnte. Und noch ne Sache, die im Vergleich mit Hamburg ins Auge springt. Hamburg hat viel Fläche (und z.B. nur halb so viel Bevölkerungsdichte wie Berlin), aber es ist eine Autostadt. Madgeburg hat große Plätze und auch anderweitig viel mehr Raum für Fußgänger. So, genug Tourismus, jetzt zu den Turnieren etc.
Den FIDE-Schiri-Lehrgang bestanden 4 von 6 Teilnehmer. Bedenkt man, was das für eine Hammerprüfung ist, ist das keine schlechte Quote - euer Ö hat in seinem Studium schon weit saftigere Durchfallquoten erlebt. Ob Axel zu den Glücklichen gehört, müsst ihr ihn schon selbst fragen, denn sowas ist natürlich vertraulich.
Bei der DFBEM gab es eine kleine Überraschung - Tatjana Melamed setzte sich im Fernduell gegen Elisabeth Pähtz durch. Weniger überraschend spielte Constanze Wulf gemäß ihrem Setzlistenplatz, i.e. sehr weit unten.
Bei der DSenBEM wurde der Favorit Bernd Schneider in der letzten Runde auf den Grummelbrummelplatz 4 verwiesen. Gewinner wurde Karsten Schulz. Das Haukili quengelte bereits vor Beginn, daß 5'+3'' eine Fernpartie sind, spielte viel zu schnell, landete mit 6/11 irgendwo und schwor sich zum 239. Mal, mit dem Schach aufzuhören. Deutlich besser machte es Christoph Serrer von Fischbek (Platz 9), aber auch nur, weil euer Voll-Ö für eine Sekunde die en-passant-Regel vergessen hatte...Ganz unten landete Sabine Schoknecht; in der 65+-Gruppe startete gar kein Hamburger.
Gestartet sind die Deutschen Einzelmeisterschaften der Frauen und Männer, nach nicht mal 2 kompletten Runden lohnt sich nur ein Kommentar, daß es bei den Frauen keine Überraschung gab, während bei den Männern die Top 1 der Setzliste gleich eine 0 kassierte. Der Ö traf zufällig den Hamburger Trupp draußen. "Wir wollen schönes Schach spielen!" erscholl es mit Nachdruck. Info von Arne: Die Freiplätze wurden im Wesentlichen nach ELO verteilt, er kam dann im zweiten Schwung ins Turnier hinein, da noch genügend Freiplätze vorhanden waren. Nutze die Gelegenheit, Arne!
Bei der DSenEM sind noch nicht mal die Hälfte der Partien gespielt, insofern sagen 3/4 eures Ö absolut nichts, zumal er gefühlt dreimal auf Verlust stand. Hier ein schlagendes Beispiel aus Runde 2:


Der Pfeil ist Unfug, Schwarz ist am Zug und opfert berechtigt die Qualität: 1...Lb4!? 2.Sxf5 Lb5 3.Dc2 Lxf1 4.Lb6 (Weiß sieht schon alles verratzen und wirft eine Nebelkerze, wonach die Wertung abstürzt. Aber Schwarz versucht das Gleiche, was gewaltig nach hinten losgeht:) 4...Db5 5.Lxd8 Ld3 (Ja, wenn die Dame jetzt laufen müsste! Dann fiele der Springer, und trotz Mehrqualität wird Weiß einfach von c und d plattgewalzt. Doch leider... Weiß auf Weiß: 6.Sd4! (Damit behält Weiß einen ganzen Turm mehr, gab später eine Qualle gegen den c-Bauern zurück und gewann leicht.)

Hauke Reddmann