Hamburger Frauenblitzmeisterschaft
Es ist Blitz

Von der Papierform her war es eine klare Sache - Carina Brandt hatte
so ca. 200 Elopunkte mehr als ihre härtesten Konkurrentinnen Constanze Wulf
und Alissa Wartenberg. Aber Blitz ist sicher nicht Carinas bevorzugter
Modus, das weiß Euer Reporter noch aus ihrer Zeit bei Wilhelmsburg :-)
So musste sie einen besonders großen Schlag Suppe in Anspruch nehmen.
So hätte sie z.B. in einer vorentscheidenden Partie nach Df1 undeckbar
auf Matt gestanden, aber ach, die Dame rutschte der Gegnerin aus den
schweißnassen Fingern und landete auf g1, wo sich der König bedankte.
Und auch in der letzten Partie ging es noch um alles und drei Spielerinnen
wären mit 8/10 ins Ziel gegangen...wenn nicht wieder ein Einsteller
dazwischengekommen wäre.
Die Beteiligung mit 6 Spielerinnen war für Hamburger Verhältnisse und direkt
post-Corona erfreulich hoch, ist aber sicher noch ausbaufähig. (Habe ich
eigentlich schon erwähnt, daß der HSchV immer noch einen offiziellen
Frauenschachreferent/in sucht?) Der Schiri (Euer Reporter) hatte außer ein paar Zeitgutschriften nichts zu tun. (Ich möchte nicht wissen, was für einen Buhei
die obige Szene - verließ die Dame die Hand schon auf f1 und ist im freien Fall weitergekegelt? - auf einem Männerturnier ausgelöst hätte...)

Darvish Ghane - Blöcher. Wer Eröffnungsfallen nicht kennt, ist gezwungen,
sie zu wiederholen. Nach 1.e4 c6 2.Sf3 d5 3.d3 dxe4 4.Sg5 exd3 5.Lxd3 Sf6?
entschied ein bekanntes Motiv.
In Weiß auf Weiß (zum Lesen den Leerraum unten mit der Maus markieren):
6.Sxf7!, Idee 6...Kxf7 7.Lg6+! und die schwarze Dame verabschiedet sich.
Sind schon weit stärkere Spieler mittschiffs reingetrampelt. Die Partiefortsetzung
6...Da5+ 7.Ld2 half natürlich auch nicht.
Hauke Reddmann