Hamburger Mannschaftsmeisterschaften 2012

 

Statistisches

Die 1. Runde ist in allen vier Spielklassen von der Stadtliga bis zur Basisklasse abwärts mit insgesamt 14 Gruppen und 131 Mannschaften aus 37 (von 39) Vereinen ausgetragen worden. Die Stadtliga ist, von der Ebene des Deutschen Schachbundes aus gesehen, die 5. Liga des allgemeinen Spielbetriebs.

Die Vereine des Hamburger Schachverbandes sind auch in den Ligen oberhalb der Stadtliga vertreten: Je eine Mannschaft spielt in der 1. Bundesliga und in der 2. Bundesliga Nord, fünf in der Oberliga Nord, und auch die Hamburger Landesliga, die 4. Liga, mit zehn Mannschaften ist an den Spielrhythmus des DSB angepasst: Hier wird schon seit Oktober sonntags gespielt, während die Wettkämpfe der HMM ab Stadtliga abwärts traditionell an den Vereinsabenden der Vereine in der Woche abends ab 19 Uhr ausgetragen werden. Die A-Staffeln von der Bezirksliga abwärts spielen fast ausschließlich freitags, damit sich auch Mannschaften mit Kindern und Jugendlichen an den HMM beteiligen können.

Auch einige Frauen-Teams sind im Einsatz: einmal in der 1. Frauen-Bundesliga, je dreimal in der Frauen-Regionalliga Nord und in der Frauen-Landesliga Hamburg/Schleswig-Holstein (in beiden Ligen spielen insgesamt sechs Vereinen). Insgesamt stellen also die 37 Hamburger Vereine 155 Mannschaften mit knapp 2000 aktiven Spielern und Ersatzspielern.

Über die 1.-4. Liga berichten wir im Anschluss an die eigentlichen HMM 2011, über die Frauen-Ligen an anderer Stelle.

 

Die HMM bestehen nicht nur aus Wettkämpfen, sondern ermöglichen viele Begegnung von Schachfreunden, die sich nach den Partien über ihre Gedanken austauschen und manchmal auch miteinander feiern:

„Der Sieg wurde anschließend an der Theke des Clubheims noch gebührend begossen: „Die Jungs haben vor allem in der Schlussphase Charakter gezeigt. So kann es weiter gehen. Unser Ziel bleibt der Klassenerhalt, deswegen denken wir von Spiel zu Spiel“, richtete Kapitän Jörn Kreuzer seinen Blick schon wieder nach vorne.“

Zwei nicht ganz ernstgemeinte Quizfragen: Was genau ist mit „Schlussphase“ gemeint: die des Matchs oder die der Siegesfeier? Von welcher Homepage stammt das Zitat?

 

 

 

Stadtliga

 

In der A-Staffel gab es gleich zum Auftakt einen Paukenschlag: Der Aufsteiger SV Diagonale schlug die Nr. 1 der Startrangliste, den FC St. Pauli 3,  mit 4½:3½ und machte damit einen Riesenschritt auf sein Saisonziel zu: Klassenerhalt! Die St. Paulianer hatten 2011 nach ihrem Staffelsieg auf den Aufstieg verzichtet und spielen mit einer fast identischen starken Mannschaft. Diese Niederlage der Favoriten nutzte der Eidelstedter SV und setzte sich mit einem 6:2-Sieg gegen den SC Königsspringer 4 an die Spitze, gefolgt vom Niendorfer TSV, der 5:3 gegen den SK Union Eimsbüttel gewann. Einen positiven Score hat außer dem SV Diagonale auch die SchVg Blankenese, die bei der HSG/BUE mit 4½:3½ gewann. Der Bruderkampf zwischen HSK 5 und HSK 6 endete erst um Mitternacht mit 4:4 unentschieden, vielleicht etwas glücklich einem für die an Nr. 2 gesetzte, aber ersatzgeschwächte Mannschaft HSK 5.

 

In der B-Staffel machte einer der Aufstiegsfavoriten, der SC Diogenes 2, mit dem 6:2-Sieg beim SC Farmsen gleich seine Ambitionen deutlich. 6:2 gewann auch der SC Königsspringer 3 beim SC Concordia. Noch höher war der Heimsieg des Barmbeker SK mit 6½:1½ gegen die Schachfreunde, aber auch der SC Schachelschweine meldete mit einem 5½:2½ beim SV Großhansdorf seinen Anspruch an, vorn mitzuspielen. Im Bruderkampf im HSK Schachzentrum setzte sich der Aufsteiger HSK 8 mit 5:3 gegen HSK 7 durch: Alle fünf erfolgreichen Mannschaften werden sich einen harten Kampf um den Aufstieg liefern.

 

 

 

Bezirksliga

 

In der A-Staffel sind die Langenhorner Schachfreunde nach dem 7:1-Sieg gegen den Aufsteiger SC Schachelschweine 2 der erste Spitzenreiter; an Nr. 3 gesetzt, dürfen sich die Langenhorner auch Hoffnungen auf die Rückkehr in die Stadtliga machen – wie der an Nr. 1 gesetzte TV Fischbek 2, der mit 5:3 gegen den SK Wilhelmsburg gewann, während die Nr. 2, der SK Marmstorf 2. beim starken SKJE 3 mit 2:6 überraschend hoch verlor. Zu den Siegern der 1. Runde gehört auch der SC Königsspringer 5, der den Bille SC 2 mit 5:3 schlug. Den Bruderkampf zwischen den beiden HSK Teams gewann etwas überraschend der Aufsteiger HSK 9 mit 5:3 gegen den HSK 10, für den die zweite Saison in der Bezirksliga schwieriger werden könnte als die erste.

 

In der B-Staffel legte der Absteiger HSK 11 beim SV Lurup mit einem 7:1-Sieg los, als hätte er Lust auf ein weiteres Abenteuer in der Stadtliga. Die Nr. 1 und die Nr. 2 der Staffel trennten sich 4.4, aber der FC St. Pauli 4 und die Schachfreunde Wedel bleiben natürlich ebenso noch im Rennen wie SW Harburg, die Nr. 3, die mit 5:3 beim Pinneberger SC 3 gewann. Ein weiteres 4:4 gab es zwischen zwei Mannschaften, die im Mittelfeld erwartet werden: SK Union Eimsbüttel 3 und SKJE 4. Im Harburger Derby erspielte der SV Diagonale 2 beim TV Fischbek den zweiten 4½.3½-Sieg des Vereins in der 1. Runde.

 

Mit 5½:2½ wurden vier Wettkämpfe der C-Staffel entschieden, und immer setzten sich die in  der Startrangliste als stärker eingeschätzten Mannschaften so deutlich durch: Der SKJE 2 bei den Schachfreunden 3, der Absteiger aus der Stadtliga HSK 12 im Bruderkampf gegen den Aufsteiger aus der Kreisliga HSK 13, der Barmbeker SK 3 beim SV Eidelstedt 2, der SC Diogenes 3 gegen den FC St. Pauli 6. Das einzige Match mit knapperem Ergebnis gewann die Nr. 1 der Staffel, der Pinneberger SC 2, zu Hause mit 5:3 gegen den Volksdorfer SK.

 

In der Bezirksliga D haben drei Mannschaften hohe 6:2-Siege gelandet und liegen nun gemeinsam vorn: Der FC St. Pauli 5 schlug den SC Farmsen 2, der Bramfelder SK den Volksdorfer SK 2 und der Barmbeker SK 2 die Schachfreunde Sasel. Vierter ist der Bille SC 3 nach seinem 5½:2½-Sieg bei Caissa Rahlstedt. Am schwersten hatte es die Nr. 1 unter den top-gesetzten Teams, die allesamt fast wie im Schweizer System gegen die zweite Hälfte der Tabelle spielten. Das Seniorenteam HSK 14 schlug die Aufsteiger von HSK 15 mit 4½:3½ und verpasste dabei einen möglichen höheren Sieg.

Kreisliga

 

In der A-Staffel scheint Altona/Finkenwerder das Maß aller Dinge: Die im Vergleich zum Vorjahr verstärkte Mannschaft fegte den an Nr. 4 gesetzten SC Diogenes 4 mit 7½:½ von den Brettern. Der SK Weisse Dame 2 gewann mit 6½:1½ gegen den SC Königsspringer 6, und SW Harburg 2 schlug den SK Marmstorf 4 mit 5½:2½. Den vierten Sieg erreichte HSK 16 zu Hause mit 4½:3½ gegen die Langenhorner Schachfreunde, die durchaus ein 4:4 auf den Brettern hatten, wie es sich zwischen dem Niendorfer TSV 2 und dem TV Fischbek auch tatsächlich ergeben hat.

 

In der B-Staffel haben sich zwei Mannschaften mit hohen 7:1-Siegen die erste Führung gesichert: Der HSK 17 gewann beim SC Königsspringer 7, und der SK Marmstorf 3 schlug zu Hause die Nachbarn vom TV Fischbek 4. Dritter ist die SchVg Blankenese 2 nach ihrem 5½:2½-Sieg gegen die Schachfreunde 9. Es folgen der Pinneberger SC 4, der überraschend bei den Schachfreunden Wedel 2 mit 5:3 gewann, und der FC St. Pauli 8, der gegen SW Harburg mit demselben Ergebnis in die neue Saison startete.

 

Die C-Staffel startete mit dem ersten Protestfall der Saison: Der SC Concordia 2 hatte im frühen Duell der beiden top-gesetzten Mannschaften den HSK 18 mit 6:2 abgefertigt, erlebte aber beim Blick auf die computerkontrollierten Ergebnisse die Verkehrung seines Sieges in einer 3.5-Niederlage – wegen des Einsatzes eines vermeintlich noch nicht spielberechtigten Spielers. Die Fragen, ob und ggf. wie lange sich das HSK Team seines Sieges erfreuen könnte, blieb nicht lange offen: Der Landesturnierleiter entschieden schnell und bestätigte das sportlich am  Brett erspielte Ergebnis bestätigt. Damit führt der SC Concordia 2 gemeinsam mit dem FC St. Pauli 7, der ebenfalls mit 6:2 gegen den SV Billstedt 2 gewann. Dritter sind die Schachfreunde 4 nach ihrem 5:3-Auswärtssieg beim SK Union Eimsbüttel 4. Noch in der oberen Tabellenhälfte stehen der SC Rösselsprung und die SchVg. Blankenese 3 nach ihren 4½:3½-Siegen gegen den Barmbeker SK 4 bzw. den SV Eidelstedt 3.

 

Die Tabelle der D-Staffel ist nach der 1. Runde zweigeteilt: fünf Sieger, fünf Verlierer. Da je zwei Mannschaften aus der oberen und aus der unteren Hälfte der Startrangliste gegeneinander spielten, entspricht die Tabelle nicht ganz den Erwartungen. Die Nr. 3, der Bergedorfer SV, verlor mit 2:6 gegen den SV Billstedt-Horn, die Nr. 2, und der SC Farmsen 3, die Nr. 8, schlug die Nachbarn von den Schachfreunden Sasel, die Nr. 9, mit 6:2 und teilt nun den 2. Platz mit den Billstedtern. Der Bergstedter SK, die Nr. 1, übernahm dank des 6½:1½ gegen den SV Großhansdorf 3 gleich die Spitze, und auch der Volksdorfer SK steht nach seinem 5½:2½-Auswärtssieg beim Bille SC 4 genau da, wo die DWZ-Prognose ihn erwartet: auf Platz 4. HSK 19 hat sich mit dem mühsamen 4½:3½-Sieg gegen das DWZ-Schlusslicht Caissa Rahlstedt 2 als Fünfter auch auf seinem Startplatz gehalten.

 

 

Kreisklasse

 

Die A-Staffel begann mit zwei Überraschungen: Die Nr. 1 der Startliste, der SC Schachelschweine 3, verlor mit 3½:4½ gegen Niendorfer TSV 3, und die Nr. 2, der SKJE 4, gar mit ½:7½ gegen den SK Weisse Dame 3, der damit der erste Tabellenführer ist. Zweiter ist HSK 20, im Bruderduell mit 6½:1½ gegen HSK 21 erfolgreich. Wegen des Rückzugs der HSG/BUE 2 nach der Auslosung werden in dieser Staffel statt sieben neun Runden gespielt, so dass außer in der 4. Runde immer zwei Mannschaften spielfrei sein werden.

 

Der SK Wilhelmsburg machte in der B-Staffel mit einem hohen 7:1-Auswärtssieg beim SV Lurup 2 seine Ambitionen deutlich, umgehend in der Kreisliga zurückzukehren. Sollen die anderen sich um den zweiten Aufstiegsplatz streiten. Der Bergstedter SK 2, gesetzt an Nr. 2, wahrte mit seinem 5½:2½-Sieg gegen den Barmbeker SK 5 seine Chancen. Besser stehen nach der 1. Runde noch die Schachfreunde 6 und HSK 23, die sich gegen den FC St. Pauli 3 bzw. gegen das ersatzgeschwächte Bruderteam HSK 22 jeweils mit 5:3 durchsetzten.eimsiegS

 

 

In der C-Staffel kam es gleich in der 1. Runde zu der Begegnung der beiden Aufstiegsfavoriten: Die Langenhorner Schachfreunde 3, an Nr. 2 gesetzt, schlugen die Nr. 1, den Bramfelder SK 2, mit 5:3. Am 3. Brett wurde, vermutet Rolf Marquardt, ein Hamburger Rekord aufgestellt: Hier „saßen sich mit unserem Willibald Müller (90) und Gerhard Lawin (93) unglaubliche 183 Jahre gegenüber.“ Erster Tabellenführer vor den Langenhornern ist der Bergstedter SK 3, der in der Nachbarschaft beim Volksdorfer SK 4 hoch mit 6½:1½ gewann. Die übrigen beiden Begegnungen waren hart umkämpft: Der SV Mümmelmannsberg verlor bei den Schachfreunden Sasel 3 mit 3½:4½, und im Bruderkampf der beiden HSK Teams gewann die leicht favorisierte Mannschaft knapp: HSK 24 schlug HSK 25 mit 4½:3½.

 

 

 

Basisklasse

In dieser vor zwei Jahren eingeführten Spielklasse wird nur an vier Brettern gespielt, sieben Mannschaften sind dabei, zwei weniger als 2011. Zugelassen sind nur Spielerinnen und Spieler bis zu DWZ 1350. Es geht hier nicht um einen Aufstieg, sondern um die behutsame Heranführung auch von Einsteigern an die HMM; die Vereine können ihre Mannschaft in der nächsten Saison in der Kreisklasse zu den eigentlichen HMM anmelden; allerdings müssen sie dann acht statt vier Bretter besetzen können.

Spielfrei war der Pinneberger SC 5. Der SV Lurup 3 hat sich nach der 1. Runde an die Tabellenspitze gesetzt – dank eines 3:1-Sieges gegen SW Harburg 4. Zweiter ist der SC Farmsen 4, der bei der SchVg. Blankenese mit 2½:1½ gewann: Der Bille SC 5 und der SV Billstedt-Horn 3, 2011 überlegener Sieger der Basis-Klasse, trennten sich 2:2 unentschieden.

 

 

1.-4. Liga

 

In der 1. Bundesliga belegte der HSK in der letzten Saison den 7. Platz, doch in der aktuellen Saison ist die bisher als „unabsteigbar“ geltende Mannschaft nach 7 Runden stark abstiegsgefährdet: 4:14 Mannschafts- und 25½ Brettpunkte bedeuten den 13. Platz. Im Unterschied zu vielen anderen Vereinen hat der HSK seine Mannschaft nicht verstärken können, was auch wegen der starken Aufsteiger in diesem Jahr geboten gewesen wäre. Im Gegenteil: David Baramidze spielt nun für den SV Hockenheim, und der beste Hamburger Spieler Jan Gustafsson ist im dritten Jahr für den Titelverteidiger OSG Baden-Baden wieder auf Meisterschaftskurs.

 

2. Bundesliga Nord  

HSK 2 (6-4 / 21½) hatte die Saison mit einer 3:5-Niederlage beim SCC Rostock begonnen und dann zweimal gewonnen, zunächst gegen den Aufsteiger TSG Oberschöneweide und dann gegen den SC Neukloster. In der 4. Runde folgte ein 4:4 gegen das Top-Team der Staffel, SV Werder Bremen II, und auch beim 4:4 in der 5. Runde in Berlin beim SC Rotation Pankow wurde ein möglicher knapper Sieg verpasst. Trotz der bisher gemischten Bilanz lässt der 6. Platz mit zwei Punkten Rückstand gegenüber SK Norderstedt auf dem 2. Platz noch Hoffnungen, dass das Team im Notfall zur Rettung von HSK I in der 1. Bundesliga beitragen könnte …

 

Oberliga Nord

Die Nord-Staffel der drei Oberligen Nord wird von drei Hamburger Mannschaften angeführt, und nach fünf Runden scheint klar, dass der SC Königsspringer (8-2 / 23½) und die Schachfreunde Hamburg (8-2 / 22½) den Aufstieg in die 2. Bundesliga Nord unter sich ausmachen werden. Da sie untereinander schon unentschieden gespielt haben, wird die Entscheidung in den vier noch ausstehenden Fernduellen fallen. Dritter ist der HSK III (6-4 / 21), nachdem er dem Spitzenreiter in der 5. Runde das zweite 4:4 abgerungen hat. Auch die vierte Hamburger Mannschaft ist auf einem guten Weg: Der Pinneberger SC (5-5 / 20) schlug in der 5. Runde die Schachfreunde Schwerin und hat nun als Sechster nur einen halben Brettpunkt Rückstand gegenüber dem hoch geschlagenen Gegner. Nur der SC Diogenes (3-7 / 19) ist als Achter nach dem 4:4 gegen die SG Turm Kiel (3-7 / 17) noch nicht aller Abstiegssorgen ledig, zumal die beiden Aufstiegskandidaten noch zum Restprogramm gehören.

 

Landesliga Hamburg

Die Tabelle nach 5 Runden in der Landesliga weist vor allem zwei Mannschaften als Aufstiegskandidaten aus: Der SK Marmstorf (9-1 / 28) mit den Top-Spielern Jonathan Carlstedt (5 aus 5) an Brett 2 und Jeronimo Hawellek (4½ aus 5) an Brett 3 hinter dem Remis-Bollwerk Holger Hebbinghaus hat 4½ Brettpunkte Vorsprung vor dem SKJE (9-1 / 23½), der also noch alle Chancen hat, den direkten Wiederaufstieg in die Oberliga Nord zu schaffen, zumal beide Mannschaften auch noch gegen den Dritten spielen müssen. Das ist überraschend der bisher ungeschlagene FC St. Pauli II (8-4 / 23), der nach dem 4:4 in der 1. Runde im Bruderkampf den FC St. Pauli I (4-6 / 21) deutlich hinter sich gelassen hat.

Vierter ist der HSK IV (6-4 / 21), der  seine  Niederlagen gegen die beiden Aufstiegskandidaten schon hinter sich hat und weniger angespannt als in der letzten Saison in die weiteren Kämpfe gehen kann, auch wenn sechs Mannschaftspunkte  noch keine Garantie für den Klassenerhalt bedeuten. Traditionell geht es in der Landesliga im Abstiegskampf heftig zu, meist ist die halbe Liga in ihn verwickelt, und entschieden wird er erst in der spannenden zentralen Veranstaltung der letzten beiden Runden, in diesem Jahr am 14. Und 15. April bei der SIGNAL-IDUNA am Kapstadt-Ring 8 in der City Nord. Auch der Bille SC (5-5 / 17) ist trotz seines aktuellen Mittelplatzes keineswegs schon gesichert, auch wenn es so scheint, als werde es 2012 wegen der günstigen Konstellation in der Oberliga Nord nur zwei Absteiger geben – behaupten alle Hamburger Vereine ihren Platz in der Oberliga Nord, gar nur einen! Das bedeutet Hoffnung für die Mannschaften mit den aktuell schlechtesten Voraussetzungen: den eigentlich unter den Aufstiegskandidaten erwartete SV Großhansdorf (3-7 / 17½) bei 13 eingesetzten Spielern bisher ohne sein Spitzenbrett Enno Heyken, den SK Union Eimsbüttel (2-8 / 18½) mit vier knappsten Niederlagen mit 3½:4½, den SC Königsspringer II (2-8 / 17), der sich seit Jahren locker in der Landesliga behauptet, und den Aufsteiger SK Weisse Dame (2-8 / 13½), der in seiner ersten Saison in der höchsten Hamburger Spielklasse immerhin schon einen Sieg errungen hat und weiter kämpfen wird.

 

Christian Zickelbein