Hamburger Mannschaftsmeisterschaften 2011

 

Abschlussbericht        

HMM von der Stadtliga zur Basisklasse, 9. Runde

 

Die  9. Runde hat sich vom 6. Juni bis zum 24. Juni hingezogen.- Auf dem „Hearing“ des Hamburger Schachverbandes am 28.Juni um 19 Uhr im HSK Schachzentrum soll u.a. auch der Vorschlag erörtert werden, „die letzte Runde der Saison zentral an einem Ort auszutragen, analog dem Vorgehen in der Landesliga. Das ermöglicht einen gemeinsamen

Saisonabschluss der Staffel, man kann die „Konkurrenzpartien“ verfolgen und muss

nach der letzten Partie nicht ggf. noch eine Woche warten, um die wichtigen anderen

Ergebnisse zu erfahren, gleichzeitig hat niemand einen „Wissensvorsprung“ durch

spätes Spiel.“ Eine einzige Veranstaltung mit allen 66 (bis 70) Wettkämpfen und über 1000 Spielern von der Stadtliga bis zur Basisklasse wäre eindrucksvoll, aber eine logistische Herausforderung nicht nur für die Vereine, sondern auch für Verband, der einen geeigneten Spielort finden und finanzieren müsste, ggf. mit Hilfe eines Sponsors. Vielleicht  sind auch kleinere Lösungen denkbar: gemeinsame Finalrunden für die einzelnen Ligen (mit immer noch bis zu 20 Wettkämpfen) oder auch nur für die einzelnen Staffeln (mit jeweils vier bis fünf Wettkämpfen). Sportlich wäre auch diese kleinste Lösung sicher eine Verbesserung.

Inzwischen hat der Landesturnierleiter Marten Holst erläutert, dass der oben dargestellte Vorschlag des neuen 2. Vorsitzenden des Hamburger Schachverbandes Berthold Schmidt auf die „kleine Lösung“ von Schlussrunden für die je einzelnen 14 Staffeln zielt. Die Diskussion im Hearing am 28.Juni darf mit Spannung erwartet werden.

 

 

Stadtliga

 

Aufsteiger: SK Weisse Dame

Die A-Staffel gewann der FC St. Pauli 3 (16-2 / 43), aber er nimmt sein Aufstiegsrecht als Staffelsieger nicht wahr, denn drei Landesliga-Mannschaften mit getrennten Ranglisten sind selbst für einen wachsenden Verein schwer zu verkraften. Der 2. Platz wurde also zum Aufstiegsplatz für die junge und ambitionierte Mannschaft des SK Weisse Dame (13-5 / 42 ½). Der erst 2002 gegründete Verein ist nach nur neun Jahren mit seinem  6:2-Sieg in der letzten Runde gegen den vergeblich gegen den Abstieg kämpfenden SK Union Eimsbüttel 2 (5-13 / 29 ½) in der Landesliga angekommen!  Der SKJE 2 (6-12 / 32 ½) muss nach dem 4:4 gegen den HSK 7 (11-7 / 37) die Eimsbüttler in die Bezirksliga begleiten. Vierter wurde der HSK 6 (9-9 / 40), der mit 3½:4½ bei der SchVg Blankenese (8-10 / 31 ½) verlor. Der Aufsteiger behauptete sich ebenso in der Stadtliga wie die alteingesessenen Niendorfer TSV (8-10 / 37) und HSG/BUE (7-9 / 30 ½), die unterwegs durchaus mal zu kämpfen hatten. Die Niendorfer machten den Klassenerhalt mit einem 6½:1½-Heimsieg gegen den SC Königsspringer 3 (7-11 / 32 ½) perfekt, doch die Niederlage tat den Gästen nicht weh, auch der 8. Platz bedeutet den Klassenerhalt. Und auch die HSG/BUE (8-10 / 34 ½) bewies mit ihrem 4:4 beim Staffelsieger FC St. Pauli 3 - mit acht entschiedenen Partien -, dass die Mannschaft noch lebt!

 

Aufsteiger: Bille SC

Die letzte Runde in der B-Staffel brachte keine Überraschungen mehr. Der Aufsteiger stand mit dem Bille SC (16-2 / 46) längst fest, der Auswärtssieg mit 5½:2½ beim SC Farmsen (8-10 / 33) bestätigte die Dominanz der Mannschaft, die den sofortigen Wiederaufstieg in die Landesliga unangefochten erreicht hat.

Auch der Abstiegskampf verlief wie erwartet: Der HSK 9 (3-14 / 30) landete zwar mit 6:2 beim ersatzgeschwächten SC Schachelschweine (8-10 / 35) einen hohen Sieg, war ja aber bereits abgestiegen. Auch das Bruderteam HSK 8 (6-12 / 32) kehrt nach der 2½:5½-Niederlage gegen den Barmbeker SK 12-6 / 40) in die Bezirksliga zurück. Die Barmbeker machten dank ihres Sieges einen Sprung von Platz 6 aus den 3. Platz hinter den Schachfreunden 2 (12-6 / 40), die sich als Zweiter behaupteten und zugleich den SC Diogenes 2 (10-8 / 33 ½)  mit einem 5½ :2½-Sieg  vom 3. Platz verdrängten. Auch der SC Concordia (9-9 / 36 ½) verbesserte sich mit seinem 5:3-Heimsieg gegen den SC Königsspringer 4 (8-10 / 36) gleich um 3 Plätze auf den 5. Platz.

 

Bezirksliga

 

Aufsteiger: HSK 10

In der A-Staffel gewann der bereits als Aufsteiger feststehende HSK 10 (16-2 / 48 ½) mit 5½:2½ beim SK Wilhelmsburg (7-11 / 34 ½), nachdem der SKJE 2 (14-4 / 42 ½) sich schon eine Woche vorher mit seinem zu knappen 4½:3½-Sieg beim Absteiger SK Marmstorf 3 (3-14 / 30) mit dem 2. Platz hatte zufrieden geben müssen. Den 3. Platz sicherten sich die Langenhorner Schachfreunde (13-5 / 40 ½) mit einem 6:2-Auswärtssieg beim Bille SC 2 (6-12 / 30). Spannend war der Abstiegskampf: Der Altonaer SK/Finkenwerder (5-12 / 30) verlor beim HSK 11 (10-8 / 35) mit 3½:4½ und wartete gespannt auf das Ergebnis des TV Fischbek (5-13 / 32) beim SK Marmstorf 2 (10-8 / 36): Überraschend gewannen die Fischbeker hoch mit 6½:1½ und zogen damit nicht nur am SK Marmstorf vorbei, sondern nach Brettpunkten auch am Abstiegskonkurrenten Altonaer SK/Finkenwerder. In der offiziellen Tabelle des Verbandes bleiben sie aber Vorletzter, also auf dem zweiten Abstiegsplatz, weil die Altonaer in der 6. Runde gegen den SK Marmstorf 3 mit 4:3 scheinbar „gewonnen“, nach den Regeln nur unentschieden gespielt haben; ihre Marmstorfer Gegner haben aber tatsächlich verloren, sodass der für die Altonaer verlorene Mannschaftspunkt nicht als Minus in der Tabelle erscheint.

 

Aufsteiger: SV Diagonale

In der B-Staffel hat sich der SV Diagonale (16-2 / 47) nach 22 Jahren wieder zurück in die Stadtliga gespielt – nach einer Startniederlage hat die Mannschaft achtmal in Folge gewonnen, zuletzt mit 5:3 gegen den FC St. Pauli 4 (9-9 / 42), und mit drei Punkten Vorsprung gezeigt, wie verdient der Aufstieg ist. Zweiter wurde der SC Königsspringer 5 (13-5 / 42 ½), die einzige Mannschaft, die den Aufsteiger besiegt hat und zuletzt mit 5:3 beim TV Fischbek 2 (12-6 / 39), dem Vierten, gewann. Der HSK (12-6 / 42)  behauptete sich trotz einer Niederlage gegen SW Harburg (7-11 / 34) auf dem 3. Platz.

Die Abstiegsfrage war bereits vor der letzten Runde entschieden. Die Schachfreunde Wedel 2 (0-18 / 15 ½) verloren noch einmal mit 2:6 gegen den Pinneberger SC 2 (11-7 / 37), der schließlich den 5. Platz belegt.  Der  HSK 13 (4-14 / 27 ½) feierte zwar mit dem 4½:3½-Heimsieg gegen den SV Eidelstedt 2 (6-12 / 32 ½) einen versöhnlichen Saisonabschluss; die Gäste konnten die Niederlage verschmerzen, hatten sie doch den Klassenerhalt längst in der Tasche.

 

Aufsteiger: SK Union Eimsbüttel 3

In der C-Staffel hat es den bereits als Aufsteiger feststehenden Spitzenreiter SK Union Eimsbüttel 3 (16-2 / 44 ½) beim SV Diagonale 2 (7-11 / 27) doch noch erwischt: Mit 5:3 gewannen die Harburger, die ihre Gäste mit leckerem Kuchen für sich einnehmen, und schafften damit gewissermaßen den Klassenerhalt doppelt – aus eigener Kraft und weil der Konkurrent SC Concordia 2 (4-14 / 27) zeitgleich zu Hause gegen den Volksdofer SK (10-8 / 41 ½) mit 2:6 verlor. Im Kampf um den 2. Platz behauptete sich der HSK 14 (12-6 / 45) im Fernduell mit einem 5½:2½-Sieg gegen den SKJE 4 (7-11 / 33 ½), nachdem die Schachfreunde Wedel (12-6 / 40) am Tag vorher mit demselben Ergebnis den Barmbeker SK 2 (9-9 / 35) geschlagen hatten. Der FC St. Pauli 5 (11-7 / 37 ½) wurde Vierter, dank seines 4½:3½-Sieges gegen den Tabellenletzten HSK 15 (2-16 / 28 ½), der gemeinsam  mit dem SC Concordia 2 in der nächsten Saison in der Kreisliga spielen muss.

 

Aufsteiger: SV Großhansdorf 2

In der D-Staffel gewann der bereits als Aufsteiger feststehende SV Großhansdorf 2 (17-1 / 52) auch sein letztes Match gegen den Dritten Barmbeker SK 3 (11-7 / 38 ½). Den zweiten Platz behaupte der SC Diogenes (13-5 / 44) mit einem 7:1-Sieg gegen den SV Billstedt-Horn (4-12 / 27). Für die Billstedter bedeutet die Niederlage den 9. Platz und damit den Abstieg in die Kreisliga, in die auch der Bergstedter SK (3-15 / 27 ½) zurückkehrt. Die Bergstedter verloren zum Schluss mit 2:6 bei ihren Nachbarn vom Volksdorfer SK 2 (8-10 / 33), die sich damit auf den 7. Platz verbesserten und Caissa Rahlstedt (6-12 / 32 ½) hinter sich ließen, weil die Rahlstedter zu Hause gegen den Bramfelder SK (9-9 / 35) mit 2½:5½ verloren. Die Bramfelder teilen nun mit Schachfreunden Sasel (9-9 / 35) den 5.-6. Platz, während der HSK 16 (10-8 / 35 ½) sich mit seinem knappen 4½:3½-Sieg in Sasel noch auf den 4. Platz vorschob.

 

 

Kreisliga

 

Aufsteiger: SC Schachelschweine 2 und HSK 17

In der A-Staffel  hat der SC Schachelschweine 2 (16-2 / 44) das „Aufstiegsendspiel“ beim HSK 18 (12-6 / 41) knapp, aber verdient mit 4½:3½ gewonnen und den 1. Platz als Mannschaft mit der größten Konstanz verteidigt. Zweiter wurde der HSK 17 (15-3 / 47), der mit 7:1 gegen den Absteiger HSG/BUE 2 (2-16 / 24) gewann und damit den sofortigen Wiederaufstieg in die Bezirksliga schaffte. Auch das noch jüngere Bruderteam HSK 18 hatte Chancen und wurde schließlich Dritter. Den 4. Platz sicherte sich der TV Fischbek (10-8 / 39) mit einem 4:4 gegen den SK Marmstorf 4 (6-12 / 37 ½), weil die Langenhorner Schachfreunde 2 (10:8 / 34 ½ ) mit 1½:6½ beim Niendorfer TSV 2 (9-9 / 37 ½) unter die Räder gekommen waren. Der nun abgestiegene SV Eidelstedt 4 (3-15 / 21 ½)  verlor mit 1:7 beim SC Königsspringer (7-11 / 34) – gegen eine Mannschaft, die im nächsten Jahr zu den Top-Teams der Staffel gehören könnte.  

 

 

 

Aufsteiger: Pinneberger SC 3 und Schachfreunde 3

Die B-Staffel wurde lange vom SV Lurup (12-6 / 39) dominiert, aber zuletzt gelang den Lurupern nur noch eine fatale lange Rochade, doch trotz der dritten Niederlage in Folge mit 3:5 gegen den FC St. Pauli 6 (9-9 / 36 ½ ) wurde die Mannschaft immerhin noch Vierter. Die beiden Aufsteiger waren zum ersten Mal nach der vorletzten 8. Runde gemeinsam auf den Spitzenplätzen aufgetaucht und behaupteten sich dort auch in der Schlußrunde. Dem Staffelsieger Pinneberger SC 3 (17-3 / 43 ½) genügte ein 4:4 zu Hause gegen den Absteiger Sk Wilhelmsburg 2 (44-14 / 25), um den 1. Platz zu verteidigen, die Schachfreunde 3 (14-4 / 44 ½) sicherten ihren 2. Platz mit einem 5½:2½-Sieg beim SV Eidelstedt 3 (8-10 / 35 ½). Dritter wurde der HSK 19 (12-6 / 40 ½) nach einem 5½:2½-Sieg beim Absteiger SK Union Eimsbüttel 5 (2-16 / 24 ½). Der TV Fischbek 3 (6-12 / 31 ½) gewann das Derby gegen SW Harburg 2 (8-10 / 39 ½ ) mit 4½:3½ und rückte damit dem Mittelfeld noch ein wenig näher.

 

Aufsteiger: Schachfreunde 4 und FC St. Pauli 7

In der C-Staffel trennt die beiden Aufsteiger ein halber Brettpunkt. Nach ihrem 5:3-Auswärtssieg beim HSK 20 (8-10 / 34½) haben die Schachfreunde 4 (14-4 / 45) den FC St. Pauli 7 (14-4 / 44 ½) an der Spitze abgelöst, da die St. Paulianer beim Barmbeker SK 4 (8-10 / 37) nur zu einem 4:4 kamen. Der SC Farmsen (13-5 / 44) verfehlte als Dritter das Aufstiegsziel trotz des 4½:3½-Sieges beim Vierten, dem Pinneberger SC 4 (10-8 / 40 ½), nur knapp. Fünfter wurde der SK Union Eimsbüttel 4 (9-9 / 36) nach seinem 6:2-Auswärtssieg beim Bramfelder SK 2 (3-15 / 23 ½), den der SC Schachelschweine 3 (2-16 / 24 ½) trotz seines ersten Sieges beim Bille SC 3 (7-11 / 30 ½) in die Kreisliga begleiten muss.  

 

Aufsteiger: Bille SC 4 und Volksdorfer SK 3

In der D-Staffel gewann der Bille SC 4 (18-0 / 58), der schon nach der 7. Runde  als Aufsteiger feststand, auch sein letztes Match hoch mit 7½:½ gegen Caissa Rahlstedt 2 (6-12 / 32 ½) und ist damit die Mannschaft mit dem besten Score aller Spielklassen und Staffeln.

Den 2. Aufstiegsplatz sicherte sich der Volksdorfer SK 3 (14-4 / 41 ½)  vor dem HSK 21 (13-5 / 44), dem sein 6½:1½-Sieg gegen den SV Großhansdorf 3 (7-11 / 31 ½) nur noch zur Sicherung des 3. Platzes nützte, weil die Volksdorfer mit ihrem 4½:3½ gegen die Schachfreunde Sasel 2 (7-11 / 34) ihren Vorsprung von einem Mannschaftspunkt behaupteten. Einen positiven Score hat auch der Bergedorfer SV (10-8 / 36 ½) als Vierter – trotz der 2½:5½-Niederlage gegen die Schachfreunde 5 (6-12 / 29 ½), die dennoch absteigen müssen, weil sich  der SV Billstedt-Horn 2 (7-11 / 32 ½) mit 7:1 gegen den abgeschlagenen Volksdorfer SK 4 (0-18 / 19) schadlos hielt.

 

 

Kreisklasse

 

Aufsteiger: SC Diogenes 4 und SK Marmstorf 5

In der A-Staffel gewann der Staffelsieger SC Diogenes 4 (16-0 / 49) auch sein letztes Match klar, diesmal mit 6:2 bei den Langenhorner Schachfreunden 3 (6-10 / 27 ½).  Der  SK Marmstorf 5 (10-6 / 36) ist, wie vermutet, „der lachende Zweite“, denn der SKJE (9-7 / 33 ½ ) und der HSK 23 (10-6 / 31) hatten ein 4:4 vorgelegt, so dass der 6½ :1½-Sieg der Marmstorfer zu Hause gegen den Niendorfer TSV 3 (5-11 / 25 ½) den angestrebten Aufstieg für die Gastgeber bedeutete. Im vierten Match der letzten Runde gewann der HSK 22 (6-10 / 31) mit 5:3 gegen den SK Weisse Dame 3 (4-12 / 25 ½) und zog damit am spielfreien Gehörlosen SV (6-10 / 29) vorbei noch auf den 5. Platz.

 

Aufsteiger: SchVg Blankenese 2 und SW Harburg 3

In der B-Staffel war der 1. Platz längst vergeben: Die SchVg Blankenese 2 (16-0 / 50) gewann auch gegen den HSK 25 (2-26 / 25) hoch mit 7:1 und hat damit die meisten Brettpunkte aller Spielklassen und Staffeln. Den 2. Aufstiegsplatz behauptete SW Harburg 3 (13-3 / 39 ½) mit seinem 5½:2½-Sieg gegen den Bergstedter SK 3 (5-11 / 25 ½). Dritter wurde der Königsspringer SC 7 (10-6 / 37) trotz seiner abschließenden 3½:4½-Niederlage beim HSK 25 (8-8 / 26 ½). Vierter wurde der FC St. Pauli 8 (9-7 / 34) dank seines 6:2-Sieges beim SV Lurup 2 (6-10 / 26 ½). Spielfrei war die SchVg Blankenese 4, die dennoch dank des Sieges ihrer Zweiten die rote Laterne dem HSK 25 überließen.

 

Aufsteiger: SK Weisse Dame 3 und SchVg Blankenese 3

In der C-Staffel behaupteten sich die beiden führenden Mannschaften an der Spitze, tauschten aber die Plätze: Der SK Weisse Dame (13-3 / 41) hatte gegen den HSK 26 (10-6 / 30) mit 6:2 vorgelegt, und die SchVg Blankenese 3 (12-4 / 38 ½) konnte beim Vierten SC Farmsen 3 (11-5 / 37 ½) nicht kontern, sondern verlor mit 2½:5½. Dritter wurde der SC Rösselsprung (11-5 / 45) nach seinem 5½:2½-Sieg beim FC St. Pauli 9 (6-10 / 37 ½). Am Tabellenende kamen die Schachfreunde Sasel 3 (2-14 / 16) mit 5:3 beim Bergstedter SK 2 (5-11 / 28).

 

 

Basisklasse

Die Basisklasse gewann der in der letzten Runde spielfreie SV Billstedt-Horn 3 (13-1 / 20) überlegen vor dem Barmbeker SK 5 (10-4 / 18), der den SV Lurup 3 mit 2½:1½ schlug. Den dritten Platz sicherte sich im direkten Duell der Bille SC 5 (9-5 / 17 ½) mit seinem 3:1-Auswärtssieg bei den Schachfreunden 6 (8-6 / 14). Fünfter wurde der Pinneberger SC 5 (5-9 / 11), obwohl er in der letzten Runde dem HSK 27 (2-12 / 9) zu seinem ersten Saisonsieg verhalf. Trotz des 3:1-Auswärtserfolges behielt der HSK aber die rote Laterne hinter dem spielfreien SC Farmsen 4  (5-9 / 8 ½) und dem SV Lurup 3 (4-10 / 14).

Einen Aufstieg aus der Basisklasse gibt es nicht. Jede Mannschaft kann sich jedoch, wenn sie sich vor allem quantitativ verstärkt, in der nächsten Saison für die Kreisklasse melden, doch der Sprung von vier auf acht Bretter fordert einigen Einsatz in der Mitgliederwerbung.

 

 

Einige Anmerkungen

 

Ich möchte nicht versäumen, dem Landesturnierleiter Marten Holst und seinem Spiel-ausschuss für die Organisation der Mannschaftskämpfe zu danken. Insbesondere der Webmaster Gunnar Klingenhof hat mit dem Programm, das er für die schnelle Eingabe der Ergebnisse und ihre laufende Auswertung in Tabellen und Angaben zur DWZ-Entwicklung jedes Spielers geschrieben hat, den sportlichen Wert der seit vielen Jahren bewährten Grundstruktur der Hamburger Mannschaftskämpfe erheblich beigetragen. Inzwischen begleitet auch eine interessante Statistik die Wettkämpfe. Ich kann nur einige Zahlen herausgreifen – im Grunde nur um allen Lesern, die diese Statistik noch gar nicht entdeckt haben, Lust zu machen, sich in sie zu vertiefen und vieles Interessante zu entdecken. Insgesamt sind von Januar bis Juni in 587 Mannschaftskämpfen 4433 Partien gespielt worden, angesetzt waren sogar 4580, aber 147 Partien, immerhin 3,2%, sind kampflos entschieden worden, weil einer der Partner (selten sogar beide) den Termin vergessen hatten oder aus triftigen Gründen verhindert waren und kurzfristig nicht ersetzt werden konnten. Nur zwei Vereine sind ganz ohne kampflose Partien ausgekommen: Der SC Rösselsprung (mit einer Mannschaft) und der SV Diagonale (mit zwei Mannschaften). Am anderen Ende der Rangliste stehen der Hamburger SK (mit 13 kampflosen Partien = 0,9%) sowie der SV Eidelstedt und die HSG/BUE (mit je 14 kampflosen Partien = 6,5 bzw. 9,7 %).

Hoch interessant sind auch die „Bestenlisten“, aus denen ich nur zwei Namen nenne: Dr. Hauke Reddmann (SK Wilhelmsburg) mit 9 aus 9 in der Bezirksliga A und Wolfgang Schmidt von den Schachfreunden Wedel mit 8 aus 8 in der Bezirksliga C: Mit 91 Jahren ist Wolfgang Schmidt einer der ältesten Spieler der HMM 2011, und er steht in der Liste der besten Zwanzig (von 1762 eingesetzten) Spielern u.a. mit sechs Jugendlichen!

Die meisten Spieler hat der HSK eingesetzt, nämlich 275 Spieler; an zweiter Stelle steht der FC St. Pauli mit 83 Spielern, dann folgen der SC Königsspringer (67), die Schachfreunde (57), der SK Union Eimsbüttel (53), der SKJE (51) …

Der Erfolg der beteiligten Vereine in den HMM ist nur vordergründig in den Tabellen greifbar; die Bedeutung der Wettkämpfe für den Zusammenhalt der Vereine und für die Entwicklung ihrer Spieler ist mit Zahlen nicht zu erfassen. Dennoch seien die Vereine erwähnt, die mit zwei oder sogar drei Mannschaften das Aufstiegsziel erreicht haben: Die Schachfreunde liegen unter diesem Aspekt vorn: Die Erste hat den Aufstieg in die Oberliga geschafft, die Dritte und Vierte spielen wieder in der Bezirksliga. Der Bille SC und der SK Weisse Dame haben je zwei Aufsteiger: Ihre ersten Mannschaften spielen in der nächsten Saison in der Landesliga, und der Bille SC 4 (mit Siegfried Wölk am Spitzenbrett) steigt in die Bezirksliga auf, während die Zweite des SK Weisse Dame in die Kreisliga einzieht. Auch die SchVg Blankenese ist zweimal aufgestiegen: Die Zweite und Dritte spielen künftig in der Kreisliga; noch wichtiger ist vielleicht, dass die Erste sich in der Stadtliga gehalten hat. Auch der HSK hat zwei Aufsteiger: HSK 10 zieht in die Stadtliga ein, HSK 17 kehrt in die Bezirksliga zurück, aber was wie eine Erfolgsbilanz aussieht, wird insgesamt doch den Abstieg von fünf Mannschaften aus der Landesliga (1), der Stadtliga (2) und der Bezirksliga (2) arg getrübt: Zu den Gewinnern der HMM 2011 zählt der HSK also nicht, er hat mit seiner Gesamtbilanz von +91 / =25 / -93 in 209 Wettkämpfen seinen Partner oft genug Freude bereitet.

 

 

Wie schon einleitend mitgeteilt, hat der Landesturnierleiter die Vereine eingeladen, auf dem „Hearing“ des Hamburger Schachverbandes am 28.Juni um 19 Uhr im HSK Schachzentrum auf die Saison zurückzublicken. „Nach der Saison ist vor der Saison.“ sagen nicht nur die Fußballer, auch der Rückblick wird in einem zukunftsorientierten Verband zum Ausblick in die Zukunft und zur Erörterung von möglichen Verbesserungen. Außer dem schon kommentierten Vorschlag zu zentralen Veranstaltungen für die letzte Runde jeder Staffel der HMM 2012 (s. S.1), gibt es weitere Vorschläge:

 

Mögliche Änderungen der Staffeleinteilung

Dieser Vorschlag ist zweigeteilt, zum einen eine Restrukturierung der Staffeln in
kleinere Gruppen (der Vorschlag war 8er-Staffeln) mit doppelrundigem Spiel. Dieses
soll bewirken, dass mehr gespielt werden kann und einzelne Matches gegen den
entscheidenden Gegner im Rückspiel „umgedreht“ werden können. Zum anderen wurde
angeregt, die regionale Einteilung der Staffeln fallen zu lassen, um Vereinen zu ermöglichen, über die Jahre mehr verschiedene Gegner kennen zu lernen.“

 

Die Aufgabe des (immer schwierigen und nur in Grenzen gelingenden) Versuchs, die Staffeln regional einzuteilen, um weite Reisewege zu vermeiden, ist eher rückwärts gewandt: Die zuletzt versuchte Praxis möglichst regionaler Gliederung geht auch auf einen Vorschlag der Vereine zurück.

 

Interessant ist die Steigerung der Zahl der Wettkämpfe durch die Einführung von Rück-spielen, verbunden mit einer Reduktion der Staffeln auf acht Mannschaften, weil 14 Termine noch eher in einem knappen halben Jahr (Ferienzeiten werden ausgeklammert) zu verkraften wären als 18 Termine (bei zehn Mannschaften). Eine solche tiefgreifende Umstrukturierung brauchte einen grundlegenden Vorlauf und auch eine Veränderung der Turnierordnung sowie eine Übergangsregelung für eine Saison als Vorlauf zur neuen Gliederung. Sie wäre ein Zukunftsprojekt, das gründlich bedacht und auch in den Vereinen zur Diskussion gestellt werden müsste. Sicher gibt es Spieler, die gern mehr Partien spielen möchten, andere aber haben schon Mühe, ihren Mannschaften in allen neun Partien zur Verfügung zu stehen. Es kommt hinzu, dass der Referent für Seniorenschach im Rahmen einer Initiative des DSB zur Einführung einer Deutschen Vereinsmeisterschaft an vier Brettern für Senioren ab 2013 schon 2012 ein entsprechendes Turnier auf Hamburger Ebene plant, das parallel zu den allgemeinen HMM ausgetragen werden soll und zumindest den Senioren Gelegenheit zu mehr Einsätzen als bisher gäbe, aber auch Spieler aus den bisherigen Kadern kosten kann, wenn sie sich für das Seniorenturnier entscheiden. Auch Jugendliche, die an den HMM teilnehmen, spielen parallel die HJMM mit, und die Vereine haben schon häufiger Probleme, diese Termine zweier Wettbewerbe auseinander zu halten, so dass die Steigerung der Wettkampfzahlen zu Verwerfungen an der einen oder anderen Stelle zu Verwerfungen führen könnte. Ich denke, wir sollten erst einmal mit dem Seniorenturnier Erfahrungen sammeln, bevor wir ein im Prinzip bewährten System verändern.

 

Die dringenden Aufgaben des Verbandes sehe ich an anderer Stelle: Die Öffentlichkeits-arbeit und die Zusammenarbeit zwischen dem Verband und dem HSJB müssten vor allem gestärkt werden, damit Mitglieder gewonnen werden können. Insbesondere der Boom des Schachspiels in den Grundschulen muss für die Zukunft der Vereine und Verbände genutzt werden.

 

Christian Zickelbein